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Infanterie-Regiment 87

Infanterie-Regiment (mot.) 87

 Grenadier-Regiment 87

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Das Infanterie-Regiment 87 wurde am 15. Oktober 1935 bei der Enttarnung der Verbände nach der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht nach Wiedererlangung der Wehrhoheit im damaligen Wehrkreis IX aufgestellt. Der Regimentsstab wurde in Aschaffenburg, im Wehrkreis IX, aufgestellt. Das I. Bataillon vom Regiment wurde durch das I. Bataillon vom Infanterie-Regiment 15 in Fulda, ebenfalls Wehrkreis IX, aufgestellt. Das II. Bataillon vom Regiment wurde durch Abgaben der Landespolizei und vom Infanterie-Regiment 36 ebenfalls in Aschaffenburg aufgestellt. Das III. Bataillon vom Regiment wurde durch das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment 36 in Butzbach, ebenfalls Wehrkreis IX, aufgestellt. Das Regiment wurde mit der Aufstellung der 9. Infanterie-Division unterstellt. Im Frühjahr 1936 wurde das Regiment dann im Zuge der Besetzung der entmilitarisierten Zone in den Wehrkreis V verlegt. Dort wurde das Regiment der 25. Infanterie-Division unterstellt. Der Regimentsstab kam dabei mit dem II. Bataillon vom Regiment nach Baden-Baden, im Wehrkreis V. Das I. Bataillon vom Regiment wurde dabei in Rastatt, ebenfalls Wehrkreis V, stationiert. Das III. Bataillon vom Regiment wurde in Ettlingen, ebenfalls Wehrkreis V, stationiert. Am 6. Oktober 1936 wurde das Regiment zum Infanterie-Regiment 111 umbenannt. Dies geschah in Anlehnung an das 3. Badisches Infanterie-Regiment Markgraf Ludwig Wilhelm Nr. 111. Dabei wurde das III. Bataillon vom Regiment als III. Bataillon an das Infanterie-Regiment 109 abgegeben.

 

Am 6. Oktober 1936 wurde dafür im Wehrkreis XII ein neues Infanterie-Regiment 87 aufgestellt. Der Regimentsstab wurde dabei in Wiesbaden, im Wehrkreis XII, stationiert. Das I. Bataillon vom Regiment wurde durch das I. Bataillon vom Infanterie-Regiment 81 in Mainz, ebenfalls Wehrkreis XII, aufgestellt. Das II. Bataillon vom Regiment wurde durch Abgaben der 11. Infanterie-Division ebenfalls in Mainz aufgestellt und vorläufig auch dort stationiert. Das III. Bataillon vom Regiment wurde durch das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment 38 ebenfalls in Wiesbaden aufgestellt. Das neue Regiment unterstand nach der Aufstellung der 36. Infanterie-Division. Im Herbst 1937 wurde das II. Bataillon vom Regiment ebenfalls nach Wiesbaden verlegt. Durch Abgaben vom gesamten Regiment wurde Anfang November 1938 auch ein Ergänzungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 87 ebenfalls in Mainz aufgestellt. Bei Beginn des 2. Weltkrieges bezog das Regiment dann im Spätsommer 1939 im Verband der 36. Infanterie-Division Stellungen an der Westfront. Am 7. Februar 1940 gab das Regiment das II. Bataillon an das Infanterie-Regiment 516 ab. Das Bataillon wurde aus der ganzen Division ersetzt. Am 11. November 1940 wurde das Regiment motorisiert und danach als Infanterie-Regiment (motorisiert) 87 bezeichnet. Die bespannten Teile wurden dabei an das Infanterie-Regiment 426 abgegeben. Am 15. Oktober 1942 wurde das Regiment in Grenadier-Regiment 87 umbenannt.

 

Aufgestellt am 15. Oktober 1942 durch die Umbenennung des Infanterie-Regiments 87. Das Regiment war motorisiert und unterstand der 36. Infanterie-Division. Das Regiment wurde am 1. Mai 1943 entmotorisiert, am 2. November 1943 wurde das III. Bataillon wegen schwerer Verluste aufgelöst. Das Regiment wurde im Juni 1944 im Kessel von Bobruisk vernichtet und am 4. August 1944 aufgelöst.

 

Neu aufgestellt am 3. August 1944 als Regiment der 30. Welle in Baumholder und der 36. Volks-Grenadier-Division unterstellt.

Für die Ersatzgestellung des Regiments war das Infanterie-Ersatz-Bataillon 87 zuständig.

Quelle:

Mit freundlicher Genehmigung durch Lexikon der Wehrmacht

Veit Scherzer, Deutsche Truppen im zweiten Weltkrieg, Band 7 Divisionen 29-50, Gliederung - Kommandeure - Einsatz - Inhaber  höchster Auszeichnungen

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 5: Die Landstreitkräfte. Nr. 31–70