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Beobachtungs-Abteilung 36

leichte Beobachtungs-Abteilung 36

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Die Beobachtungs-Abteilung 36 wurde bei der Mobilmachung am 26. August 1939 in Mainz im Wehrkreis XII in der General-Feldzeugmeister-Kaserne aufgestellt. Die Abteilung wurde für die 36. Infanterie-Division aufgestellt und dieser auch unterstellt. Offiziere und Unteroffiziere wurden von den Beobachtungs-Abteilungen 33 und 34 zuversetzt, dazu wurden Reservisten aus den Räumen Mainz, Mannheim und Saarbrücken einberufen. Am 28. August 1939 begann die Verlegung an den Westwall, wo die Abteilung nach Zwischenunterkunft in Kaiserslautern am 1. September 1939 im Raum Zweibrücken-Kirrberg eintraf. Der Abteilungs-Gefechtsstand befand sich in Ixheim. Bis zur Fertigstellung von Holzbaracken erfolgte die Unterbringung zunächst in Zelten, die Messstellen wurden in Westwallbunkern eingerichtet.

 

Im Dezember 1939 wurde die Abteilung Heerestruppe. Ende Mai 1940 verlegte die Abteilung in die Nähe von Freiburg im Breisgau, der Abteilungs-Gefechtsstand befand sich in Kiechlingsbergen. Am 17. Juni 1940 verlegte die Abteilung über eine Kriegsbrücke über den Rhein bei Sasbach in das Elsass. Am 18. Juni erreichte sie Kolmar. Am Tag des Waffenstillstandes mit Frankreich, dem 26. Juni 1940, befand sich der Abteilungs-Gefechtsstand in Ferdrupt (Mosel).

 

Am 21. März 1942 erfolgte die Umwandlung in eine leichte Beobachtungs-Abteilung 36 (mot). Dabei wurde die 1. (Vermessungs-) Batterie aufgelöst. Beim Beginn des Ostfeldzuges wurde die Abteilung in Mittelrussland eingesetzt. Am 21. November 1942 wurde der Abteilung ein Ballonzug aus der Ballon-Batterie 103 eingegliedert. Die Abteilung wurde im Januar 1943 in Stalingrad vernichtet und offiziell aufgelöst. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt 254 Vermisste zu verzeichnen.

 

Am 25. April 1944 wurde wieder eine Beobachtungs-Abteilung 36 in Lemgo, im Wehrkreis VI, aufgestellt. Die Abteilung wurde durch die aufgelösten Beobachtungs-Batterien (Pz.) 19, 75, 78 und 80 als Heerestruppe aufgestellt. Ende 1944 wurde die Abteilung im Raum Budapest eingesetzt, 1945 in der Steiermark.

 

Quelle:

Mit freundlicher Genehmigung durch Lexikon der Wehrmacht

Veit Scherzer, Deutsche Truppen im zweiten Weltkrieg, Band 7 Divisionen 29-50, Gliederung - Kommandeure - Einsatz - Inhaber  höchster Auszeichnungen

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 5: Die Landstreitkräfte. Nr. 31–70

 

 

Feldpostnummern zur Beobachtungs-Abteilung (mot)

und leichte Beobachtuns-Abteilung 36

 

Stab     28057

1. Vermessungs-Batterie 25250

2. Schallmess-Batterie    04858

3. Lichtmess-Batterie     25395

 

 Feldpostnummern zur Beobachtungs-Abteilung 36

(nach Stalingrad)

 

Stab     01051 A

1. Batterie       01051 B

2. Batterie       01051 C 

3. Batterie       01051 D